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Leben in den Mennoniten-Kolonien: deutschsprachig im Chaco.

Im trockenen, heißen Chaco im Nordwesten Paraguays liegen die Mennoniten-Kolonien rund um Filadelfia, Loma Plata und Neuland. Hier leben deutschsprachige Gemeinschaften, die seit dem frühen 20. Jahrhundert eine eigene, sehr funktionierende Infrastruktur aufgebaut haben – Landwirtschaft, Kooperativen, Schulen und Krankenhäuser. Für Auswanderer, denen eine deutschsprachige Umgebung wichtig ist, sind die Kolonien einzigartig.

Breite Straße in Filadelfia im paraguayischen Chaco
Filadelfia, Zentrum der Kolonie Fernheim im Chaco. Foto: Ilosuna, CC BY 1.0, via Wikimedia Commons
deutschsprachig
Alltag und Verwaltung weithin auf Deutsch (Plautdietsch/Hochdeutsch)
Chaco
heißes, trockenes Klima, weite Entfernungen
Kooperativen
eigene Landwirtschaft, Schulen und Kliniken

Charakter und Lage

Die Kolonien – Fernheim mit dem Zentrum Filadelfia, Menno mit Loma Plata und Neuland – wurden ab den 1920er- und 1930er-Jahren von mennonitischen Einwanderern gegründet. Aus karger Chaco-Landschaft haben sie über Genossenschaften eine bemerkenswerte Infrastruktur geschaffen. Im Alltag wird vielfach Deutsch gesprochen, was die Region für deutschsprachige Auswanderer besonders zugänglich macht.

Das Leben ist ländlich, geordnet und stark von Landwirtschaft und Gemeinschaft geprägt. Der Chaco ist heiß und trocken, die Entfernungen sind groß – das ist ein deutlicher Unterschied zum Leben rund um Asunción.

Alltag, Versorgung und Klima

Die Kolonien verfügen über eigene Supermärkte, Werkstätten, Schulen und Krankenhäuser auf gutem Niveau – getragen von den Genossenschaften. Die Selbstversorgung der Region ist hoch. Dafür muss man das heiße, trockene Chaco-Klima und die Abgeschiedenheit mögen: Bis Asunción sind es mehrere Stunden Fahrt.

Wer eine vertraute, deutschsprachige Umgebung und eine funktionierende ländliche Infrastruktur sucht, findet hier ein in Südamerika seltenes Umfeld.

Für wen die Kolonien passen

Die Mennoniten-Kolonien passen zu Menschen, denen eine deutschsprachige Gemeinschaft, ländliches Leben und Ordnung wichtiger sind als Stadtnähe, mildes Klima oder kulturelle Vielfalt. Wer Stadt, Kliniken oder ein gemäßigteres Klima bevorzugt, ist im übrigen Paraguay besser aufgehoben.

Häufige Fragen

Spricht man in den Mennoniten-Kolonien Deutsch?
Ja. Im Alltag und in der Verwaltung der Kolonien wird vielfach Deutsch gesprochen (Plautdietsch und Hochdeutsch), daneben Spanisch. Für deutschsprachige Auswanderer senkt das die Sprachbarriere erheblich.
Wie ist das Klima im Chaco?
Heiß und trocken, mit großen Temperaturschwankungen. Das unterscheidet sich deutlich vom feuchteren Osten und dem Umland von Asunción.
Gibt es dort medizinische Versorgung?
Die Kolonien betreiben über ihre Genossenschaften eigene Krankenhäuser auf gutem Niveau. Für hochspezialisierte Behandlungen bleibt Asunción relevant, ist aber mehrere Stunden entfernt.

Quellen

Neutraler Hinweis: Diese Seite ist Informations- und Strukturhilfe und beschreibt Mennoniten-Kolonien als mögliche Option – keine Empfehlung und keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Kosten, Infrastruktur und Lage solltest du vor einer Entscheidung selbst vor Ort prüfen.

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